Inhalt meiner Arbeit

- Die Idee

- Definition von Gesundheit 

- Entstehung der Medizin

- Leben Leute mit gesundem Lebensstil wirklich länger?

- Selbstexperiment 

- Gesundheitssystem Schweiz 

- Fotogalerie 

Über mich

 

Selina H. 

16 Jahre

3. Oberstufe

 

aufgestellt, witzig und charmant 


Die Idee

Als Abschlussarbeit der Oberstufe erhielt ich die Aufgabe, eine Projektarbeit über ein frei wählbares Thema zu verfassen. Dabei tat ich mich anfangs ein bisschen schwer. Erst war ich der Meinung, ich könnte meine Arbeit über das Thema 'Schminken' schreiben. Richtig überzeugt hat mich die Gesichtermalerei aber doch nicht. Zu oberflächlich .. Dann wollte ich herausfinden, was eigentlich die gesündeste Lebensweise ist. Dies hat mich dann im Januar 2017 zu meiner definitiven Themenwahl 'Gesundheit' geführt. Den Rücken gestärkt hat mir dabei natürlich auch mein gewählter Beruf als FaGe, den ich im Sommer starten darf. Juhui!

 

Gesund leben lohnt sich



Definition von Gesundheit

Was heisst das Wort 'Gesundheit' überhaupt. Ein grosser Begriff... Woran erkenne ich, wer gesund und wer krank ist? Wo ist da die Grenze? Gibt es eine absolute Gesundheit? Warum sagen wir 'Gesundheit', wenn jemand niest? Schwierige Fragen, die ich in diesem Abschnitt zu klären versuche.

Wikipedia nennt als Definition von Gesundheit 'ein Zustand des körperlichen und/oder geistigen Wohlergehens. Zum einen kommt es  darauf an, wie man sich selber fühlt. Das nennt man die subjektive Seite. Objektiv kann Gesundheit erst durch das Nichtvorliegen einer medizinischen Diagnose bestätigt werden. Klar, oder? Wer vom Arzt nicht krankgeschrieben wird, ist grundsätzlich gesund.

Abhängig vom Alter, Geschlecht, Bildung etc. wird der Begriff Gesundheit unterschiedlich aufgefasst. So kann sich eine Oma im Altersheim pudelwohl und gesund fühlen, obwohl sie einige Wehwehchen hat, während dem sich ein gesunder, zwanzigerjähriger Mann todkrank fühlen kann. 

Vielfach wird der gesunde Normalzustand einfach mit dem Nichtvorhandensein einer Krankheit definiert.

Die Übergange zwischen Gesundheit und Krankheit sind oft fliessend. Vieles mag letztlich einfach eine Frage der Sichtweise sein. 

 

 

Entstehung der Medizin

Die Medizin wurde nicht auf einem Ort oder zu einer Zeit auf der Welt erfunden, sondern fand in mehreren Regionen ihren Ursprung. Die ältesten Schriften, die wir heute kennen, stammen aus dem Orient, genauer gesagt aus Babylonien, das ist das Gebiet des heutigen Iraks. Wie bei den meisten älteren Medizinformen gingen damals die Medizinmänner noch davon aus, dass böse Dämonen und strafende Götter die Krankheiten verursachen. Auch aus dem alten Ägypten sind ähnliche Texte vorhanden. Als eigentlicher Begründer der Medizin als Wissenschaft gilt der Grieche Hippokrates von Kos. Er lebte um 400 vor Christus. Noch heute schwören Ärzte den Hippokratischen Eid. Dabei geht es zum Beispiel darum, Kranken nicht zu schaden oder auch um die ärztliche Schweigepflicht. Bis ins Mittelalter setzte man in Europa vorwiegend auf klösterliche Kräuterheilkunde. Erst das 19. und 20. Jahrhundert brachten durch die Entwicklungen im Bereich der Naturwissenschaftler einen enormen Fortschritt in der Medizin. Durch Hygienemassnahmen und die Entwicklung der Bakteriologie wurden viele Krankheiten behandelbar, die zuvor tödlich verliefen ( Pest, Lepra, etc. ). Einen Meilenstein in der Medizin bildete die Entdeckung von Penicillin im Jahre 1928. Mit diesem aus Schimmelpilz gewonnenen Medikament war es erstmals möglich das Wachstum von Bakterien Wirksam zu bekämpfen.  

Leben Leute mit gesundem Lebensstil wirklich länger?

Klar ist, man lebt nur einmal. Daraus sollte man doch wirklich etwas machen und es ausgiebig geniessen können. Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz liegt bei 82.7 Jahren. Dies ist eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit. Was sind die Gründe dafür? Einerseits ist dies sicher auf die gute medizinische Versorgung zurück zu führen, die den Einwohnern der Schweiz zugänglich ist. Andererseits sind auch Umstände wie gesunde, ausgewogene Ernährung, Sport, das soziale Umfeld und allgemein ein gesunder Lebensstil dafür verantwortlich. Sind wir also dankbar dafür, dürfen wir in einem so hoch entwickelten Land wie der Schweiz leben. 

 

Durch Studien wurde erwiesen, dass Zigarettenkonsum, Übergewicht, eine ungesunde Ernährung sowie mangelnde Bewegung etwa die Hälfte aller frühzeitigen Todesfälle verursacht. Folgende Faktoren sind prozentual für frühzeitige Todesfälle verantwortlich:

 

- Zigaretten-Rauchen: 28.5% 

- Übergewicht: 14%

- ungesunde Ernährung: 9-16%

- mangelhafte Körperbewegung: 16%

- Alkohol Konsum: 13-18%

 

Auf der untenstehende Grafik erkennt man wie hoch die Lebenserwartung in den einzelnen Regionen der Welt ist. Was fällt dabei auf? Nordamerika, Europa, Japan und Australien - alles hochentwickelte Regionen - haben die höchste Lebenserwartung. Dann folgen Regionen mit mittleren Lebenserwartungen, z. B. Südamerika, Asien und Nordafrika. Viel schlechter sieht es in Mittel- und Südafrika aus. 

 

 

Gesundheitssystem Schweiz

In der Schweiz ist es obligatorisch, dass man krankenversichert ist. Dies betrifft alle Einwohner auch die Neugeborenen. Die schweizerischen Krankenkassen wie Swica, ÖKK oder CSS ( es gibt noch viele weitere ) sind jedoch private Unternehmen. Eine staatliche Krankenversicherung gibt es nicht. Die Bezahlung der Prämie ist Sache des Versicherungsnehmers. Die Krankenkasse funktioniert wie andere Versicherungen nach dem Prinzip der Risikoabwälzung. Das bedeutet einfach formuliert: Alle bezahlen in einen Topf, und wer einen Schaden hat kann daraus profitieren. Ist jemand nicht in der Lage - aus welchem Grund auch immer - die Krankenkassenprämie zu bezahlen, übernimmt dies die Wohngemeinde für ihn. 

Die Ärzte und Spitaldichte in der Schweiz ist sehr hoch so kommen auf 100'000 Einwohner 217 Ärzte. Im Durchschnitt kostet die Krankenvorsorge pro Einwohner CHF 783.00 im Monat. 

Selbstexperiment

 

Um die Auswirkungen eines gesunden Lebensstils selber zu erfahren, haben Mira, Matti, Malena und ich einen Monat lang ein Experiment durchgeführt. Dabei haben wir uns an folgende Regeln gehalten:

 

- keine Süssigkeiten

- keine Süssgetränke

- keine Kohlenhydrate ab 1300 Uhr (Low-Carb-Diät)

- viel Bewegung (mindestes eine halbe Stunde täglich)

 

Meine persönlichen Erfahrungen

Ich  habe auf alle Süssigkeiten, Süssgetränke und am Abend auf Kohlenhydrate verzichtet, dass heisst also ich habe alles ,,ungesundes“ durch gesundes ersetzt. Ich habe auch versucht in meiner Freizeit gesund zu kochen, was mir so Spass gemacht hat und dazu noch ein schönes Foto zu posten.Das werde ich in Zukunft auch noch machen. Mittlerweile habe ich es aber satt Salat zu essen während die anderen Sandwiches neben mir essen. 

Ich habe durch dieses Experiment keine einschneidenden Veränderungen an mir und meinem Körper erfahren. Zu Beginn hatte ich mir eigentlich mehr erhofft. Zumindest habe ich aber festgestellt, dass ich ein wenig abgenommen habe, nämlich 1,5 kg. Weitere Veränderungen habe ich jedoch nicht festgestellt. Spannend war: als ich dann nach einem Monat das erste Mal wieder Cola getrunken habe, fand ich es richtig widerlich. Gegen den Schluss fand ich es aber ziemlich mühsam vor allem fand ich es schwierig ein leckeres Abendessen zuzubereiten wenn man keine Kohlenhydrate mehr darf zu sich nehmen und ständig Salat und Joghurt essen muss oder wenn die Lehrerin feine Muffins in die Schule mitbringt und man den Mitschülern zuschauen darf...... das war echt hart.

Lustig fand ich auch das nach 2 Wochen viele Leute von diesem Experiment wussten und mich versucht haben in der Pause zu provozieren. 

 

Mira schrieb:

Als Selina von der Idee mit dem Selbstexperiment erzählt hat, habe ich von Anfang an gesagt ich würde sie unterstützen und selbst das Experiment mitmachen. Ich habe mich auf das Experiment gefreut, weil ich ich gerne mehr auf meine Ernährung konzentrieren möchte. Ich denke, dass ich mich etwas ungesund ernähre und es war eine sehr tolle Erfahrung einmal ein etwas andere Lebensart auszutesten. In den ersten zwei Wochen des Experimentes bin ich sehr strikt für meine Verhältnisse gewesen. Mit der zeit ist es natürlich auch ein bisschen abgeschwächt gewesen. Ich habe gehofft, dass ich während dieser Zeit abnehme , jedoch ist dies nicht der Fall gewesen. Aber das Gefühl von Gesundheit war deutlich grösser.  Im grossen und ganzen fand ich  das Experiment sehr spannend und ich denke, dass ich gewisse Dinge in meinen Alltag einbauen konnte. 

Malena schrieb:

Ich trainierte 3 bis 4 mal Ballet in der Woche und Zuhause habe ich auch noch 2-3 mal verschiedene Krafttrainings gemacht. Da ich eher an Muskelmasse zugenommen habe, ich aber mein Gewicht halten wollte, habe ich sehr auf meine gesunde Ernährung geachtet. Das heisst ich habe komplett auf Süssigkeiten, Süssgetränke und Fastfood verzichtet. Am Abend habe ich ausserdem keine Kohlenhydrate mehr gegessen. Am Anfang war es ein bisschen schwierig für mich auf Süsses zu verzichten aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Ich habe mich sehr wohl und gesund gefühlt durch die Ernährung und den Sport.

Matti schrieb:

 

Ich habe einen Monat auf meine Ernährung geachtet und schreibe hier meine Erfahrungen und Eindrücke aus dieser Zeit auf. 

 

Umstellung: 

Ich musste meine Ernährung nicht gross umstellen, da ich Sport treibe und darum eigentlich das ganze Jahr auf meine Ernährung achte.

 

Schwierigkeiten:

Das schwierigste war das nur Wasser trinken. Ich trinke eigentlich auch sonst nur Wasser, aber manchmal an einem warmen, sonnigen Tag hat man manchmal Lust auf ein Süssgetränk.

Veränderungen:


Bei mir hat sich nicht viel verändert da ich wie schon gesagt auch sonst auf meine Ernährung achte. Aber man merkt es trotzdem auch, weil man wirklich nur Wasser trinkt und nicht jeden zweiten Tag ein Glas Süssgetränk trinkt. Ich finde man merkt es wenn man nur Wasser trinkt denn man fühlt sich wacher und gesünder.

 

Fazit:

Es war für mich nicht so anspruchsvoll aber ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt die es fast nicht aushalten könnten. Ich würde es jedem Mal empfehlen es auszuprobieren um zu schauen was es bei einem selber bewirkt. 

 


Während dem Projekt habe ich passend zum Thema verschiedene gesunde Speisen zubereitet, ausprobiert, gekocht und fotografisch festgehalten. Eine Auswahl davon findet ihr in der folgenden Bildergalerie.